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Lernthema 2

Quelle: JURIQ Erfolgstraining-Skripte

16.09.2015

 

Keine Belohnung – was dann?

 

Falls Sie sich über längere Zeit (mehrere Tage) nicht mehr belohnen konnten, dann sollten Sie eine Analyse vornehmen. Wahrscheinlich werden Sie sehr schnell merken, an welchen Stellen Schwächen oder Stärken Ihres Lernsystems zu finden sind. Die Analyse sollte sich sachlich an Ihrem Lernsystem und auch an Ihrem Lernverhalten orientieren. Es sollte keine „persönliche Selbstgeißelung“ sein. Das setzt Ihr Gehirn unter negativen emotionalen Stress, und das können Sie beim Lernen und in der Phase der Prüfungsvorbereitung am wenigsten gebrauchen.

 

Reflektieren Sie Ihr Lernverhalten bei Misserfolg!

 

Eine Kurzanalyse und Reflexion soll Ansatzpunkte für mögliche Veränderungen liefern. Dafür einige Leitfragen:

 

  • Ist mein eigener Leistungsanspruch zu hoch?
  • Habe ich insgesamt (zeitmäßig) zu wenig gearbeitet?
  • Zuviel an Ablenkung?
  • Wie habe ich es geschafft, das Lernen zu vermeiden?
  • Nehme ich mein Lernen ernst genug?
  • Mache ich es mir zu bequem?
  • Mangelnde Konsequenz in der Planung und im Einhalten des Lernpensums, der Belohnung?
  • Bin ich zu großzügig im Belohnen?
  • Gab es unerwartete Ereignisse, die mich behindert haben?
  • Habe ich zuviel gearbeitet? Warum?
  • Bin ich zu erschöpft? Woran liegt das?
  • Habe ich zu wenig behalten und verstanden trotz vieler Arbeit?
  • Ist der Stoff zu schwer?
  • Gab es (emotional) hemmende Gründe (in der Familie, bei Freunden, wegen Geldsorgen)?
  • Wer oder was könnte mir bei Schwierigkeiten helfen?

 

Erkennen Sie Ihr persönliches Vermeidungsverhalten!

 

Sie kennen das vielleicht: Bevor es mit dem Lernen losgeht – Zeitung lesen, noch einmal zur Toilette gehen, Blumen gießen, etwas aus dem Kühlschrank holen, noch schnell etwas einkaufen gehen ... Wir versuchen unangenehme Tätigkeiten vor uns her zu schieben. Hierdurch vermeiden wir, uns in eine vermeintlich aversive Situation zu begeben. Durch das Vermeidungsverhalten entziehen wir uns der Arbeit und belohnen uns für Verzögerungen. Das hat zur Folge, dass wir lernen, die primär angestrebte Tätigkeit immer öfter zu vermeiden. Betrachten Sie Ihr Vermeidungsverhalten und seine Auswirkungen einmal genauer! Kurzfristig hilft es vermeintlichen Stress (Aversion) abzubauen, langfristig kann das Ganze Ihnen wirklich über den Kopf wachsen.

 

Bauen Sie Vermeidungsverhalten Schritt für Schritt ab!

 

Der riesige Berg an Arbeit, der vor uns liegt, lässt uns häufig ausweichen. Man geht Dinge nicht an, weil man die Befürchtung hat, den Überblick zu verlieren oder sie insgesamt nicht bewältigen zu können („Wie soll ich das denn alles schaffen?“). Hier entsteht negativer Stress für unser Gehirn. Damit ist Vermeidungsverhalten erst einmal (emotional) vernünftig. Nur in der Sache kommen Sie nicht weiter.

 

Folgende Tipps können weiterhelfen:

 

  • Bei Lernproblemen das Pensum anfänglich bewusst reduzieren.
  • Den Lernstoff in für Sie überschaubare Lerneinheiten portionieren.
  • Die einzelnen Lerneinheiten in angenehme Mengen- und Zeiteinheiten unterteilen.
  • Besonders angenehme Anfangstätigkeiten finden.
  • Strenge Disziplin, d. h. striktes selbst auferlegtes Verbot von Vermeidungsverhalten.
  • Sitzen bleiben. Wenn Sie nicht mit der Arbeit beginnen können, notieren Sie, was Sie eigentlich arbeiten wollen, was Ihnen schwierig erscheint, welche Aspekte behindern, welche vielleicht sogar Freude machen könnten.

 


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Realistisch planen &
sich belohnen!

Quelle: JURIQ Erfolgstraining-Skripte