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Verwirrt aber glücklich

Was macht man, wenn man irgendwie lernen sollte, aber nicht so richtig Lust dazu hat? Naja, das läuft dann ungefähr so ab: Phase 1: „So tun als ob“, das heißt, man schlägt die Unterlagen auf, schaut aus dem Fenster, checkt mal die WhatsApp's, die Nachrichten … Mann, wieso passiert nicht mal irgendwo was ...

22.01.2016
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Hei Leute,

 


was macht man, wenn man irgendwie lernen sollte, aber nicht so richtig Lust dazu hat? Naja, das läuft dann ungefähr so ab:

 


Phase 1: „So tun als ob“, das heißt, man schlägt die Unterlagen auf, schaut aus dem Fenster, checkt mal die WhatsApp's, die Nachrichten … Mann, wieso passiert nicht mal irgendwo was Spannendes??

Phase 2: „Ganz dringend …“ Mal überlegen … Oh, ich müsste ganz dringend noch was essen. Und waschen. Oh, und ich bin ja noch mit Badputzen dran! Checke nochmal die Nachrichten, den Kalender …

Phase 3: "Panikattacke" Neeeiin, die Klausur ist ja gar nicht mehr sooo weit weg! Dann geht’s auf einmal ;)

 


Wir sehen also, alles ist nur eine Frage der Motivation. So kann's einem auch mit einem gewissen Seminarvortrag gehen, der bald ansteht. Die Präsentation steht zwar, das Ganze aber in einen schönen Redefluss zu packen, ist allerdings eine ganz andere Sache. Präsentationsschulung und Corporate Design der Uni hin oder her, zu wissen wovon man redet, schadet meistens nicht;)

 


Dieses Problem genau umgekehrt hat ein äußerst liebenswürdiger Prof, der gerade ein Fallrepetitorium an der Uni leitet:
Seine Motiviaton: Top, sein Fachwissen: Top, seine Präsentation: … immerhin schon Over-Head-Projektor (Er hat den Lehrstuhl für Rechtsgeschichte inne, da sollte man nicht zu viel neuzeitliche Technik erwarten).

 


Und sein größter Gewinn: Spaß! Nicht wegen seiner Fallkonstruktionen (z.B. Fußballmannschaft randaliert auf einem Kreuzfahrtschiff - Wer will danach was von wem woraus??), nicht wegen uns manchmal leicht verwirrten Studenten und nicht einmal wegen der kompletten Fehlkonstruktion des Raums, wo die Lüftung die Abluft in den Raum rein, statt raus bläst, was furchtbaren Gestank verursacht. Nein, er lacht lieber über sich selbst und über seine eigentlich gar nicht soo übertrieben lustige Fallbesprechung!

 

Wenn man über seine eigene Art zu reden und über die Systematik des BGB nach vielleicht zwanzig Jahren Berufsleben immer noch so herzlich lachen kann, weiß man, dass man gar nicht so viel falsch gemacht hat, als man Jurist wurde. Und als eine seiner Studentinnen freut man sich, weil er sich freut, aber irgendwie frustriert ist man trotzdem, weil man eigentlich keine Ahnung hat, was genau er so lustig findet.

 


Also für alle die in der juristischen Welt mal so richtig Karriere machen möchten: Seid verwirrt aber glücklich, dann stehen die Chancen gut, dass ihr Professor für Rechtsgeschichte werdet! Gibt’s was Cooleres??

 


Und damit, euch allen noch eine schöne Woche!

 


Liebe Grüße,
ich :D


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