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Tipps für die Hausarbeit

Die letzten Wochen der Semesterferien sind angebrochen und die meisten haben ihre Hausarbeiten hinter sich. Beim Kaffee-Trinken hört man nun oft Sätze wie: „Nächstes Mal mache ich es komplett anders.“ „Ich habe viel von meinen Anfangsfehlern gelernt.“ „Es war total falsch, wie ich es zu Beginn angegangen bin.“ Wir alle hatten vor der Hausarbeit die Möglichkeit gehabt ...

09.04.2016
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Die letzten Wochen der Semesterferien sind angebrochen und die meisten haben ihre Hausarbeiten hinter sich. Beim Kaffee-Trinken hört man nun oft Sätze wie: „Nächstes Mal mache ich es komplett anders.“ „Ich habe viel von meinen Anfangsfehlern gelernt.“ „Es war total falsch, wie ich es zu Beginn angegangen bin.“

Wir alle hatten vor der Hausarbeit die Möglichkeit gehabt, Vorbereitungskurse zu besuchen, in denen uns Dozenten Tipps und Leitfäden zur Hausarbeitserstellung mitgegeben haben. Diese sind zwar besonders hilfreich im Hinblick auf formale Dinge, wie Aufbau und richtige Zitierweise. Aber wenn es zu der „idealen“ Herangehensweise kommt, die erste Hausarbeit dann letztlich zu schreiben: Da scheiden sich die Geister.

 

 

Und auch ich will jetzt keine Richtlinien aufstellen, wie „es“ am besten geht. Trotzdem werde ich ein paar Erkenntnisse wiedergeben, die einige meiner Kommilitonen und ich während der HA-Phase gesammelt haben. Der richtige Schreib-Rhythmus: 2 Monate Semesterferien hören sich nach einer Menge Zeit an. Es ist auch eine Menge Zeit, die durch fehlende Vorlesungen irgendwie aus den Angeln gehoben scheint. Wir glauben plötzlich, dass der Tag sich viel besser einteilen lässt, als es uns die Konventionen vorgeben. Das heißt, man steht mittags auf, geht in die Bibliothek, schreibt, trinkt Kaffee, schreibt, isst zu Abend, geht wieder zurück in die UB und schreibt wieder, bis tief in die Nacht und zum frühen Morgen. Es sind diejenigen, die man morgens um 7, wenn man die UB betritt, die UB verlassen sieht. Beim Small-Talk sagen sie: „Ich bin sowieso ein Nachtmensch. Ich kann so viel besser schreiben, in Ruhe und alleine.“

 


Schnell haben sich diese (sehr ungesunden) neuen Gewohnheiten geändert. Fehlendes Tageslicht und soziale Kontakte – das kann auch Jurastudenten die Energie und den Tatendrang rauben. Die meisten haben die Erfahrung gesammelt, dass sie vor allem morgens bis mittags gut arbeiten können. Dann hätten sie den ganzen restlichen Tag frei und könnten abschalten.

 

 

Das führt mich zu einem weiteren Punkt: Es gibt diese Studenten, die können sich 14 h am Tag in die UB zurückziehen. Sie bereiten einem Angst und ein schlechtes Gewissen, weil man denkt, dass sie disziplinierter sind und generell eine weit bessere Leistung erzielen werden als man selbst. Dieselben Menschen trifft man jedoch einen Monat später noch immer in der UB an ihren Hausarbeiten werkeln. 14 h Stunden lang lässt es sich kaum produktiv arbeiten, zumal einem irgendwann die Puste ausgeht und ehe man sich versieht, die Semesterferien rum sind und der Studienalltag wiederbeginnt – ohne Erholungsphase. Die meisten pendeln sich also nach einer Zeit auf 5 bis 6 Stunden Arbeitszeit täglich ein und genießen den restlichen Tag (zumindest in Freiburg) mit Sonnenlicht und frischer Luft.

 

 

Ein weiteres Phänomen ist die furchterregende „weiße Seite“. Viele haben wochenlang halbherzig an einer Gliederung gebastelt, bis sie es gewagt haben, einen ersten Schreibversuch zu begehen. Natürlich hat sich der Aufbau in der vorher angefertigten Gliederung kaum im letztendlichen Aufbau der Hausarbeit verwirklicht. Das liegt vor allem an der fehlenden Erfahrung im Strafrecht als Erstsemester und daran, dass sich einem erst mit dem tatsächlichen Niederschreiben neue Lösungsmöglichkeiten und Probleme zeigen. Deshalb ist es manchmal empfehlenswert, „einfach drauf loszuschreiben“.

 

 

Und zu guter Letzt: Nur die Ruhe behalten! Keine Panik! Selbstzweifel und Hektik waren ebenfalls eine weitverbreitete Erscheinung, von der ich mich auch nicht ganz freisprechen kann. Es schien am Anfang fast so, als ob die Hausarbeit über unsere Zukunft und unser Leben entscheiden würde und sowieso die größte Herausforderung überhaupt sei. Gut, dass es am Ende nicht so ist: Es gibt auch ein Leben nach und während der Hausarbeit.

 

 

Und damit die besten Grüße

Eure Maja


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