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Mon(tage)

Manchmal gibt es (Mon)tage, die hart sind. Nach einem langen, unbeschwerten Wochenende überwiegt plötzlich der Weltschmerz – über syrische Kinder, die an der türkischen Grenze beschossen werden, Angriffe auf Blogger und die Pressefreiheit in Bangladesch, Donald Trumps verbale Entgleisungen über Muslime, Rassismus, und ...

09.05.2016
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Manchmal gibt es (Mon)tage, die hart sind. Nach einem langen, unbeschwerten Wochenende überwiegt plötzlich der Weltschmerz – über syrische Kinder, die an der türkischen Grenze beschossen werden, Angriffe auf Blogger und die Pressefreiheit in Bangladesch, Donald Trumps verbale Entgleisungen über Muslime, Rassismus, und die generelle Ungerechtigkeit der Welt.

 

Dann fällt es mir schwer, mich aufzuraffen und in die Bibliothek zu gehen. Und ein Video wie dieses, das eine Freundin auf Facebook postete, kann das ändern: www.youtube.com/watch?v=S2TfAdxmkAU Die Grundrechte sind bislang das Rechtsgebiet, das mich am meisten begeistert. Das Grundgesetz, das am Anfang ja eher als Provisorium gedacht war (Artikel 146 sieht vor, von einer neuen Versammlung irgendwann eine richtige Verfassung beschließen zu lassen, die dann vom deutschen Volk in einem Referendum ratifiziert werden müsste), ist die beste Verfassung, die Deutschland je hatte. Es ist flexibel und offen genug, um die Veränderungen eines Staates im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts aushalten und begleiten zu können. Es ist nüchtern, präzise und knapp, aber enthält trotzdem für alle staatlichen Gewalten verbindliche Grundrechte. Rechte des Einzelnen, die gerade auch den Gesetzgeber binden.

 


Es garantiert bestimmte, individuelle und kollektive Rechte wie die Religionsfreiheit. Sie ist sehr strikt garantiert, sowohl als positive, als auch negative Freiheit. Das Grundgesetz sichert dabei das Toleranzprinzip und die Neutralität des Staates. Die Feinheiten und Kniffe dieser Grundrechte herauszuarbeiten, und dabei zu sehen, wie die Gesetze in einer Demokratie die Minderheiten schützen können, vertreibt selbst den schlimmsten Weltschmerz. Und damit wünsche ich euch eine gute Woche!


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