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Lügen ist verboten – von wegen!


Es ist ein sonniger Samstagmorgen, der Himmel ist blau, die Luft ist frisch, was könnte man sich schöner vorstellen als den Tag ruhig und entspannt am See zu verbringen ...

28.05.2016
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Es ist ein sonniger Samstagmorgen, der Himmel ist blau, die Luft ist frisch, was könnte man sich schöner vorstellen als den Tag ruhig und entspannt am See zu verbringen?

 


Richtig! Lernen! Konkret steht heute Arbeitsrecht auf dem Plan, insbesondere das sog. „Recht zur Lüge“. Ein Recht zur Lüge hat ein Arbeitnehmer oder Bewerber, wenn der Arbeitgeber eine unzulässige Frage stellt. Wann ist eine Frage unzulässig? Wenn die Interessen des Arbeitnehmers bzw. Bewerbers berechtigter, billigens- und schützenswerter sind als die des Arbeitgebers. Speziell geht es um eine Frage der Abwägung. So kann es vorkommen, dass der Arbeitgeber eine für die Tätigkeit vollkommen irrelevante Frage stellt und man darauf lügen darf. Und das vollkommen rechtens! Denn ganz ehrlich, würde man zu der Frage keine Antwort geben oder in irgendeiner Art und Weise Stellung nehmen, so merkt auch der dümmste Arbeitgeber, dass hinter keiner Antwort eine Antwort steckt. Ein Schulklassiker ist die Frage nach der Schwangerschaft.

 


Ich bin mir relativ sicher, dass die Frage nach einer Schwangerschaft mir gegenüber niemals gestellt wird, da es für mich als Männlein biologisch fast unmöglich wäre (vgl. Junior (Film)) schwanger zu werden. Dennoch finde ich das Rechtsgebiet Arbeitsrecht extrem spannend. Ich erkenne viele Probleme des Alltags, aber sehe auch immer wieder neue besondere Fälle. Und das ist toll, denn, wenn man etwas machen muss, was einem Spaß macht, dann kommt es einem nicht wie eine Art „Pflicht“ vor und man fühlt sich nicht gezwungen etwas zu tun.

 


Dabei muss ich sagen, dass ich anfangs Arbeitsrecht gar nicht so spannend fand. Erst als ich mich tiefergehend mit den allgemeinen Grundsätzen des Schuldrechts beschäftigt habe, habe ich auch gelernt Arbeitsrecht zu mögen. Ich denke aber auch, dass mein Professor eine erhebliche Rolle dabei spielt. Wer motiviert, inspiriert und spannend vorträgt, der gewinnt eben mehr Aufmerksamkeit neben all den anderen Aspekten. Wer also Interesse daran hat und sich schon die schuldrechtlichen Aspekte verinnerlicht hat, dem kann ich Arbeitsrecht wärmstens ans Herz legen.

 


Und genau deswegen freue mich schon sehr auf das heutige Lernen. Drei Stunden habe ich mir vorgenommen. Natürlich nicht nur über das Recht zur Lüge, sondern auch weitere Irrtümer (insbesondere der Eigenschaftsirrtum nach § 119 Abs. 2 BGB), die beliebte AGB-Kontrolle mit den sog. arbeitsrechtlichen Besonderheiten und zu allerguten Letzt, die verschiedenen Theorien zum Thema „Entstehung eines Arbeitsverhältnisses“. So und nun muss ich loslegen, frei nach der Phrase: „lange Rede kurzer Sinn, jetzt aber erst mal ein Eis holen!“


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