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Auslandserfahrung

Das Semester hat wieder begonnen und so langsam fallen alle wieder in den alltäglichen Studien-Trott. Doch mir will das nicht wirklich gelingen. Ich werde im Sommer ins Ausland gehen: Weg von Freiburg, weit weg - genauer genommen ca. 8.000 Kilometer. Ab diesen August werde ich ...

26.04.2017
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Das Semester hat wieder begonnen und so langsam fallen alle wieder in den alltäglichen Studien-Trott. Doch mir will das nicht wirklich gelingen. Ich werde im Sommer ins Ausland gehen: Weg von Freiburg, weit weg - genauer genommen ca. 8.000 Kilometer. Ab diesen August werde ich Jura in Peking für ein Jahr studieren.


Ein Auslandjahr hatte ich eigentlich nicht geplant. Ich wollte fertig studieren und das so schnell wie möglich – keine Umwege, keine Pausen, keine Ablenkung. Doch eine wichtige Lektion des Studiums ist, dass es keine gerade Linie gibt. Die Fixierung auf ein bestimmtes Ziel, auf ein markiertes Ende ist begrenzend und einschränkend. Jura lebt aber von Freiheit und Weitblick. Als ich von der Möglichkeit erfuhr, ein Jahr in der chinesischen Hauptstadt studieren zu dürfen, im Reich der Mitte, in einem Land mit einer ca. 4.000-jährigen Geschichte, konnte ich nicht anders! Mir wurde klar, dass meine Ziele nichts wert sind, wenn der Weg es nicht war.


Nun ist es soweit: Ich bereite mein großes Abenteuer vor. Mühsam lerne ich Mandarin, lese mir Bücher über Kultur und Alltagsgewohnheiten durch, erkundige mich über die Kurse und die Universität. Im Zeitalter der digitalen Revolution ist das einfach. Vorlesungen über chinesische Geschichte, Image-Videos und Vlogs über die Universität auf YouTube stimmen mich schon auf meine Reise ein. Ich kann es kaum erwarten! Klar bin ich aufgeregt und etwas nervös. Aber das gehört auch dazu. Unzählige Herausforderungen und Veränderungen erwarten mich. Aber ich bin bereit; bereit auf einen Einblick in das chinesische Studium der Rechtswissenschaft, auf das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher Menschen. Für die Möglichkeit, andere Perspektiven zu gewinnen, die Freiheit, sein Studium selbst auf vielfältige Art und Weise zu gestalten, bin ich unglaublich dankbar. In einer globalen Welt können wir nicht mehr in unserer Blase leben, unseren Zielen entgegenstarren, bloß nach vorne schauen. Wir müssen auch einmal stehen bleiben und vielleicht eine unbekannte Seitengasse einschlagen.


Deshalb möchte ich diesen Beitrag auch mit einem Zitat von Facebook-COO Sheryl Sandberg abschließen: „Careers are a jungle gym, not a ladder.“ Und damit wünsche ich euch allen einen schönen Semesterbeginn!


Viele Grüße aus Freiburg

Eure Maja


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