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Aufbruch nach Fernost

In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich angekündigt, für ein Jahr nach Peking zu gehen, um dort an der Tsinghua Universität mein Studium der Rechtswissenschaften zu erweitern. Seitdem gab es eine ganze Menge zu tun. Ohne Frage - ein Auslandsaufenthalt bedeutet immer einen gewissen bürokratischen Aufwand - besonders wenn es so weit weg wie Fernost geht. Die kompletten letzten Wochen hat mich der Umzug beschäftigt, der Antrag des Visums beim Generalkonsulat, Chinesisch-Intensivkurse, die Auswahl einer Unterkunft, die notwendigen Regelungen, was das Studium betrifft, Impfungen, etc. Die To-Do Listen gingen ...

08.09.2017
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In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich angekündigt, für ein Jahr nach Peking zu gehen, um dort an der Tsinghua Universität mein Studium der Rechtswissenschaften zu erweitern. Seitdem gab es eine ganze Menge zu tun. Ohne Frage - ein Auslandsaufenthalt bedeutet immer einen gewissen bürokratischen Aufwand - besonders wenn es so weit weg wie Fernost geht. Die kompletten letzten Wochen hat mich der Umzug beschäftigt, der Antrag des Visums beim Generalkonsulat, Chinesisch-Intensivkurse, die Auswahl einer Unterkunft, die notwendigen Regelungen, was das Studium betrifft, Impfungen, etc.

Die To-Do Listen gingen über mehrere Seiten und wenn etwas abgehakt war, wurde was Neues drangehängt. An alle, die sich für einen Auslandsaufenthalt interessieren: Keine Sorge!!! Alles ist machbar und wenn nicht auf Anhieb, dann im zweiten Anlauf. Mir hat der Austausch mit Kommilitonen, die einen solchen Auslandsaufenthalt bereits unternommen haben, unglaublich geholfen. Die unentwegte Beschäftigung mit neuen Aufgaben hat sogar etwas Beruhigendes: Morgen geht es für mich für ein ganzes Jahr nach China. Ich werde zwischendurch nicht nach Deutschland fliegen.


Ein ganzes Jahr in einer fremden Kultur, tausende Meilen von Zuhause entfernt. Und doch habe ich nicht die geringsten Zweifel an meiner Entscheidung. Klar mache ich mir Sorgen, dass ich zum Beispiel meine Unterkunft nicht finde, niemand mich versteht, ich niemanden verstehe (Chinesisch hat verschiedene Tonarten). Aber das gehört dazu. Jede Herausforderung wird von Ängsten begleitet. Nur so wächst man über sich hinaus, nur auf diese Weise lernt man etwas Neues dazu. Wenn ich zurückkomme, werde ich mehr von solchen Tee-Weisheiten parat haben - ich verspreche es euch.


Die Auflistung der Kurse, die ich während des Semesters belegen kann, befeuert bereits die Vorfreude: Mich erwartet eine breite Auswahl an Master-Kursen in den verschiedensten Bereichen des internationalen Rechts. Nebenher gibt es über 200 Studentengruppen, in denen man gemeinsam Sport treiben kann, Brettspiele erlernt oder sich mit Vertretern anderer Kulturen austauschen kann. Der Campus entspricht geradezu einer kleinen Stadt mit seinem Krankenhaus, seinen Supermärkten, seinen 12 Cafeterias, seinen Sportplätzen und dem eigenen Kunst-Museum.


Meine Universität hat mir gleich zwei Buddies zugeteilt, die mir während meines Auslandsaufenthalts mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. Es kann also nichts schiefgehen. Morgen geht es los. Ich werde von Düsseldorf aus, meiner Heimatstadt, abfliegen. Die letzten Tage gab es typisch deutsche Spezialitäten zum Essen mit dem heutigen Höhepunkt aus Käsespätzle und Apfelstrudel. In meinen Koffer kommt ein einziges Buch in nicht digitaler Form: „True Spirit“ von der australischen Seglerin Jessica Watson.


Sie hat mit 16 alleine die Welt umsegelt und ihre Erfahrungen in eine Art Tagebuch-ähnlichem Werk schriftlich verewigt. Ich habe das Buch selbst vor ein paar Jahren, als ich selbst 16 Jahre alt war, gelesen - nein verschlungen. Damals war ich fest entschlossen, segeln zu lernen und selbst in die unendlichen Weiten des Ozeans zu ziehen. Natürlich habe ich mein Vorhaben nie verwirklicht (aufgrund mangelnder Meer-Nähe). Trotzdem weist meine China-Reise einige Parallelen auf. Sie ist das unbekannte Abenteuer, auf das man sich nie perfekt vorbereiten kann. Dieses Abenteuer ist noch viel mehr wert, wenn es geteilt wird. Aus diesem Grund werde ich euch so oft wie möglich ein Update aus Peking geben.

Liebe Grüße und bis bald!

Eure Maja


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