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Die Vorbereitung auf das erste juristische Staatsexamen - „I did it my way“ |
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Früher oder später muss jeder dran glauben plötzlich ist man in der prekären Situation: Scheinfrei, aber noch lange nicht fit genug, um sich für das erste juristische Staatsexamen anzumelden. Es gibt viele Wege diesem Problem Herr zu werden. Die meisten melden sich bei einem beliebigen kommerziellen Repetitorium an und hoffen der Repetitor möge richten, was eine Vielzahl von Professoren jahrelang nicht geschafft haben. Es dauert dann maximal ein bis zwei Wochen und dann verschwindet auch der letzte Hoffnungsschimmer. Ein noch so gutes Repetitorium nimmt einem das Lernen nicht ab. Das Einzige, wenn auch nicht geringe Problem, was einem das Repetitorium nimmt, ist die Auswahl der Lektüre. Jedes kommerzielle Repetitorium hat ein umfangreiches Material an Skripten, Fällen mit Lösungsskizzen und Prüfungsschemata. Hat man sich damit erst einmal eingedeckt, stellt sich unweigerlich die Frage aller Fragen: Wie bekomme ich das am schnellsten in mein Gedächtnis? Ab diesem Zeitpunkt gilt es unweigerlich herauszufinden was für ein Lerntyp man ist. Ist man eher der auditive, der visuelle, der kommunikative oder der motorische Lerntyp? In Anlehnung an die Sinnesorgane, die beim Lernen beteiligt sind, spricht man von diesen vier Lerntypen.
Der Auditive ist der Lerntyp, der gerne zuhört. Auditiv ist die Sinneswahrnehmung von Schall durch Lebewesen. Der visuelle Lerntyp ist derjenige, der über die Augen aufnimmt, der gerne liest und Lösungsskizzen anschaut. Visuell ist die Wahrnehmung von Objekten auf Grund der Reizung durch Lichtstrahlen, die von den Objekten ausgesandt werden. Der kommunikative Lerntyp ist der, der alles gerne bespricht. Die Wahrnehmung erfolgt hier über einen kommunikativen Prozess. Der motorische Lerntyp ist der, der es erlebt haben muss, um es zu begreifen. Er muss einen Bewegungsablauf mit dem zu Erlernenden verbinden.
Wenn man der motorische Lerntyp ist, ist es allerdings trotzdem nicht nötig, alle Straftaten aus dem StGB zu begehen, um das Strafrecht zu verstehen. Es genügt jemanden zu kennen, der das getan hat, oder - Spaß beiseite - , sich die genauen Tatbestandsmerkmale in dem tatsächlichen Geschehensablauf vorzustellen. Unzweifelhaft ist der Jurastudierende visuelle Lerntyp im Vorteil, einfach weil das Angebot an Büchern, Skripten und Printmedien am größten ist. Allerdings gibt es inzwischen auch eine große Auswahl an juristischen Zeitschriften und Lehrmedien, die man auf CD hören kann. Der kommunikative Typ ist immer gut in einer Arbeitsgemeinschaft aufgehoben, in der er im Gespräch Lerninhalte erörtern kann. Und der motorische Lerntyp hat es eindeutig am schwersten getroffen, muss aber trotzdem nicht verzweifeln, weil er sich immer das ein oder andere Motivationshäppchen in einem Praktikum oder einem juristischen Nebenjob holen kann. Für ihn lohnt sich allerdings das Lernen in einer Arbeitsgemeinschaft und immer auch das praktische Simulieren der mündlichen Prüfung.
Nachdem man nun herausgefunden hat welcher Lerntyp man ist, ob man ein Repetitoriumstyp ist oder ein Einzelkämpfer, muss man sich immer noch genau überlegen wie viel Zeit man einplant um sich auf den Examensstoff vorzubereiten, wann man Wiederholungsphasen einlegt und dabei dürfen natürlich ständige Übungsklausuren nicht zu kurz kommen.
Letztendlich geht es nur darum, die Nerven zu behalten und durch regelmäßiges Klausurenschreiben eine Routine zu erlangen, die im Examen unverzichtbar ist. Welcher Lerntyp man ist, das wusste man wahrscheinlich schon immer oder es drängt sich einem in der Examensvorbereitung unweigerlich auf. Mit dieser Erkenntnis kann man eigentlich nichts anderes tun als sie zu nutzen und seinen ganz eigenen, individuellen Weg zu finden, um den Examensstoff zu bewältigen und anschließend ein tolles Examen hinzulegen.
Britta Odendahl, Köln
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