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| Meine Erfahrung als Vorstand für STEP bei ELSA-München e.V. |
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ELSA ist eine gemeinnützige, politisch neutrale, unabhängige und überparteiliche europäische Jurastudentenvereinigung. Das Ziel von ELSA ist es, durch die Beschäftigung mit fremden Rechtsordnungen und internationalem Recht, durch persönliche Begegnungen und durch das Sammeln eigener Erfahrungen das Verständnis für fremde Rechtsordnungen und internationale Beziehungen zu fördern und hierdurch einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.
Ich hatte das Glück, dieses Ziel im Jahr 2009/10 als Vorstand für STEP zusammen mit ELSA verfolgen zu dürfen. Nach meiner Überzeugung bietet dabei vor allem STEP (Student Trainee Exchange Programme) motivierten europäischen Jurastudenten die Möglichkeit, bereits während ihres Studiums im Rahmen eines Auslandspraktikums andere Rechtssysteme, Sprachen und Kulturen hautnah kennen zu lernen und Kontakte zur Praxis zu knüpfen. Als ich während meines ersten Semesters in einem Fachsprachenkurs saß, das ausländische Recht studierte und in ebenso interessierte Gesichter meiner Kommilitonen blickte, entschloss ich mich letztlich in der nahen Zukunft an STEP teil zu nehmen und die Teilnahme auch anderen Studenten zu ermöglichen.
Im Juli 2009 stellte ich mich auf der Mitgliedervollversammlung zur Wahl - mit Erfolg. Nachdem ich in den nachfolgenden Semesterferien mit voller Begeisterung ein spannendes Praktikum in einer italienischen Kanzlei absolvierte, stand meinem Amtsjahr nichts mehr entgegen. Ausgestattet mit eigenen Erfahrungen sowie dem Wissen und den Materialien meiner Vorgängerinnen über den Ablauf, Vermarktung und Umsetzung des Programmes, bestand meine Aufgabe zunächst darin, die Vorteile von STEP auch dem „ahnungslosen Studenten“ zu vermitteln. Dies sollte durch die Vorträge „Jurastudium im Ausland“ und „Auslandspraktikum“ erreicht werden. Um die Studenten allumfassend zu informieren, planten wir die Vorstellung des Erasmus- und des Paris-Programmes, des integrierten Studiengangs „deutsch-französisches Recht“ in Kooperation mit der Université Panthéon Assas, sowie des Career Service der LMU, welcher entsprechende Stipendien zur Verfügung stellt, mit ein. Es war mir eine große Ehre mit den namhaften Referenten zu kooperieren. Wie man eine Veranstaltung vermarktet, einen Raum bucht und vor einer Gruppe von Studenten vorträgt, lernte ich auch dabei. Bei der Öffentlichkeitsarbeit für STEP halfen auch Flyer. Die Zahl der Interessenten stieg stetig und damit einhergehend auch die Aufgaben in meinem Amt. An Praktika im Ausland interessierten Münchner Studenten half ich bei der Suche nach einer geeigneten Stelle sowie bei der Bewerbung.
Eine weitere meiner Aufgaben bestand darin, bezahlte Praktikumsplätze für ausländische Studenten in München zu akquirieren, was Briefverkehr, Geduld, Verhandlungsgeschick erforderte und doch zu bewältigen war. Denn Unterstützung war bereits unterwegs. Im Rahmen von Referententreffen und Generalversammlungen hatte ich die einzigartige Gelegenheit, STEP-Vorstände anderer deutscher Fakultätsgruppen kennenzulernen, persönliche Erfahrungen auszutauschen, vielversprechende Erfolgsstrategien zusammen zu entwickeln und an Schulungen zum Auftritt gegenüber Kanzleien und zu Präsentationstechniken sowie und an der Wahl des Bundesvorstandes teilzunehmen.
Bayreuth, Hamburg, Frankfurt/Oder, Malta, Frankfurt am Main – viele Reisen, viele Erfahrungen, viele Kontakte, viele Projekte, Seminare und Konferenzen. Und ja, richtig gelesen: Malta. Ich hatte die bemerkenswerte Chance, auf einer Generalversammlung auf internationaler Ebene, dem International Council Meeting (ICM), das im April 2010 auf Malta stattfand, in meinem amtsspezifischen Workshop ELSA-München e.V. zu repräsentieren. Das ICM ermöglichte es mir, hoch motivierte und sehr engagierte STEP Vorstände und ELSA Mitglieder aus ganz Europa kennen zu lernen, die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, die Internationalität von ELSA zu erleben und Freundschaften zu schließen. Fasziniert hat mich vor allem auch die Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Hilfsbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein des Organising Commitees (OC), welches uns auf Malta empfing und ein schönes Treffen für insgesamt 400 ELSA-Mitglieder aus ganz Europa ermöglichte.
Diesem Beispiel folgend habe ich mich bemüht, das Münchner Organisationsteam und die europäischen Jurastudenten, die anlässlich der Konferenz „Internationales Recht des geistigen Eigentums“ im April 2010 nach München kamen, zu unterstützen und warte darauf, auch einen am STEP Programm teilnehmenden Studenten in München willkommen heißen zu dürfen. Für mich war das Jahr als Vorstand für STEP sehr lohnenswert, da ich sowohl in persönlicher als auch in fachlicher Hinsicht großartige Erfahrungen gemacht habe. Daher rate ich jedem Studenten, sich bei ELSA zu engagieren.
Katharina Bojar, LMU München
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