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| Studieren am Fuße des Tafelbergs |
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Trotz Armut und Kriminalität ist Südafrika eine gute Wahl für ein Auslandssemester.
Ich habe das Wintersemester 2010 an der Universität Kapstadt in Südafrika verbracht – nicht zuletzt inspiriert durch die Fußball-Weltmeisterschaft und die unglaubliche Vielfalt des Landes. Die University of Cape Town ist die älteste Südafrikas und liegt mit ihrem eindrucksvollen Campus direkt am Fuße des Tafelbergs. Warum ich mich für Kapstadt entschieden habe? Da gab es viele Gründe: die internationale Reputation, die Möglichkeit, an gemeinnützigen Projekten für Kinder aus Townships teilzunehmen, das große Freizeit- und Sportprogramm – von Golfen bis Surfen ist wirklich alles dabei. Und nicht zuletzt ist das Studienangebot unglaublich vielseitig: International Protection of Human Rights, Biotechnology and Intellectual Property Law, International Environmental Law, International Law of the Sea, International Economic Law, African Customary Law und so weiter.
Legt man sich die Kurse geschickt, hat man nur an zwei Tagen Vorlesung und viel Zeit, um Südafrikas Nachbarländer Mozambique, Zimbabwe oder Namibia zu bereisen. Da erhält der Ausdruck „Urlaubssemester“ eine ganz neue Bedeutung. Aber auch Kapstadt selbst und die Umgebung bieten sehr viel für ein halbes Jahr Auslandsstudium: wunderschöne Landschaften, super Surfstrände, Tauchgegenden, den Table Mountain National Park. Und natürlich Kulturangebote: Robben Island, District Six Museum, Townships, Open-Air-Konzerte im Kirstenbosch Botanical Garden.
Natürlich hat Südafrika auch Schattenseiten: Armut und tägliche Kriminalität. Der Anblick von hohen Mauern mit Stacheldraht oder Elektrozaun war für mich erst mal ungewohnt, außerdem gilt es einige Regeln zu beachten: Handy oder iPod sollte man nicht offen tragen, und nach Einbruch der Dunkelheit ist es besser, nicht allein unterwegs zu sein. Obwohl Südafrika noch mitten in seiner Entwicklung steckt, habe ich schnell das enorme Potenzial des Landes gespürt und auch den Optimismus der Menschen. Kurzum: Ich habe unglaublich viele neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt.
Franziska Harsch, Universität Heidelberg
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